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Holz-Gewinde

In der Anwendung unterscheiden sich Holzschrauben im Wesentlichen zwischen den folgenden Bereichen:
  • Spanplattenschrauben sind universelle Holzschrauben mit einem großen Einsatzgebiet. Sowohl im Möbelbau, beim Schreiner oder auf der Baustelle; überall finden Spanplattenschrauben eine Anwendung. Dabei spielt der Kopf, sowie das Gewinde in der Entscheidungsfindung eine gewichtige Rolle. Man unterscheidet demnach, ob der Schraubenkopf flach in dem Holz verschwinden soll, wie dies bei Senkkopfschrauben der Fall ist, oder ob der Kopf flach auf dem Holz liegen bleiben soll, um so den Anpressdruck zu erhöhen. Ein Anwendungsfall für Flachkopf-Schrauben könnten Rückwandschrauben sein. Im Bereich des Gewindes gibt es zwei wesentlich Unterschiede: Teilgewinde und Vollgewinde. Der Vorteil einer Teilgewindeschraube ist, dass diese zwei Bauteile beim Einschrauben besser aneinander zieht, wobei Vollgewindeschrauben, aufgrund Ihres Gewinde von der Spitze bis zum Kopf, besser auf Zug belastet werden können. Mit der neuen HECO-Topix hat HECO beide Vorteile in einer Schraube vereint. Es entstand ein variables Vollgewinde welches sowohl den Anzieheffekt als auch die Zugkraft vereint. 
  • Holzbauschrauben kommen, wie der Name bereits verrät, im Holzbau bzw. im konstruktiven Holzbau zum Einsatz. Gerade im Holzbau gibt es (zurecht) strenge Vorgaben an Qualität und Zulassung von Schrauben als Verbindungsmittel von beispielsweise Balkenschuhen an Holzbalken. Hier verabschieden sich viele Hersteller von den o.g. Premium-Herstellern. In der Sache unterscheiden sich Holzbauschrauben analog zu den Spanplattenschrauben oftmals am Kopf und dem Gewinde. Wenn die Anforderung ist, dass die Schraube aufliegt um damit den Anpressdruck zu erhöhen, wird man sich für eine Tellerkopfschraube entscheiden. Soll der Kopf versenkt werden, dann nimmt man eine Senkkopfschraube. Im Holzbau-Schrauben-Sortiment gibt es noch weitere Spezialisten wie beispielsweise der 6kt-Schraube. Diese kommt dann zum Einsatz, wenn die Schraube mit großen Kräften eingedreht werden muss. 
  • Terrassenbauschrauben werden beim Bau von Terrassen eingesetzt, soviel verrät auch dieser Name. Terrassenbauschrauben haben in der Regel einen kleinen Kopf (Linsensenkkopf) welcher bei Einschrauben im Material verschwinden soll. Die Qual der Wahl heisst es oftmals bei diesem Thema. Es gibt unzählige Möglichkeiten Terrassenbauschrauben online oder stationär zu kaufen. Persönlich rate ich dringend dazu bereits bei der Planung einer Terrasse die richtige Schraube zu wählen. Die Qualitätsunterschiede sind auf den ersten Blick nicht immer sichtbar. Billig kann am Ende teuer werden und eine am Kopf abgebrochene Schraube aus dem harten Holz zu schrauben, anstrengend. Große Unterschiede gibt es am Markt in Sachen Werkstoff. In der Regel verwendet man Terrassenbauschrauben im Außenbereich und sollte den Werkstoff Edelstahl verwenden (damit die Schraube nicht rostet). Was ist der Unterschied zwischen einem Edelstahl A2 bzw. A4 und C1? Grundlegend lässt sich sagen, dass beide Werkstoffe gegen äußere Bedingungen wie Feuchtigkeit beständig sind. A2+A4 Edelstähle haben den deutlich höheren Korussionsschutz, sind jedoch weicher als C1. Sollte die Terrasse keinen besonderen Witterungen ausgesetzt sein, kann dieser, günstigere Stahl, durchaus ausreichend sein. Bei Säuren im Holz, Seeluft oder extremen Bedingungen würde ich jedoch immer A2 bzw. A4 empfehlen. 
  • DIN-Schrauben mit Holzgewinde sind nach der deutschen Industrie-Norm genormte Schrauben. Zu den bekanntesten Vertretern gehört die 6kt-Holzschraube nach DIN 571. Hierbei handelt es sich um eine Einfach Holzschraube mit 6kt-Gewinde. Neben dieser gibt es noch die Schlitzschrauben nach DIN 95, 96, 97. Auf den ersten Blick mögen diese mit ihrem Schlitz-Antrieb altmodisch erscheinen, sind jedoch gerade im Möbelbau (Ausführung: Messing) noch immer sehr gefragt. Gerade wenn es etwas Besonderes sein soll, spielt die Optik einer Schlitzschraube eine wesentliche Rolle. 
  • Sonderformen mit Holzgewinde sind beispielsweise Schraubhaken, Winkelschrauben, Deckenhaken oder die Stockschraube aus dem Sanitär-Bereich. 
  • Antrieb: Torx, HECO-Drive oder AW-Antrieb versus Kreuzschlitz oder Schlitz. Die Entwicklung der Schraube sowie die Anforderungen an Schrauben habe sich in den letzten Jahrzehnten extrem erhöht. Mit der Entwicklung wurden nicht nur neue Schrauben sondern auch deren Antriebe entwickelt. Es begann alles einmal mit einem Schlitz-Antrieb und wurde in der Folge durch einen Kreuzschlitzantrieb erweitert. Der Vorteil eines Kreuzschlitz-Antriebes war, dass der Schraubendreher einen besseren Halt im Antrieb hatte. Der Nachteil dieses Antriebes ist, dass man viel Kraft aufwenden muss, um die Rückschubkräfte (cam-out) zu überwinden. In der Folge entstand der Torx (TX) Antrieb. Hierbei konnte mit hohen Drehmoment eingeschraubt werden, ohne den Schraubenkopf zu zerstören. Nachteil dieses Antriebes war, dass der Bit nie so passgenau sitzen wird, wie das der Kreuzschlitz (PG, PZ) tun kann. Der nächste Schritt der Antriebsentwicklung war der AW-Antrieb von Würth. Dieser vereint beide Vorteile: fester Sitz und wenig Rückschub. Mit dem HECO-Drive-Antrieb von Heco gibt es einen mir bekannten, zweiten Hersteller eines Antriebs, der beide Vorteile vereint. Die Antriebe Schlitz und Kreuzschlitz spielen heute im professionellen Handwerk und der Industrie (mit Ausnahme im optischen Bereich) keine große Rolle mehr. Der Torx-Antrieb ist im modernen Handwerk der gängigste Antrieb



weireführende Informationen:
- Heco Schrauben
- Eurotec
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